Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt a. M. e.V.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt am Main e.V. blickt mittlerweile auf eine über 50jährige Geschichte zurück und gehört damit zu den ältesten derartigen Gesellschaften in Deutschland. Sie entstand nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur, aber noch vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Durch die amerikanische Militärregierung unterstützt, entstand hier eine Wirkungsstätte für den christlich-jüdischen Dialog und zur Aufarbeitung der Shoah. Einer der Gründungsmitglieder war Prof. Franz Böhm von der Universität Frankfurt am Main, Mitglied des Deutschen Bundestages und deutscher Delegationsleiter bei den Verhandlungen zwischen der BRD, Israel und der Conference on Jewish Material Claims Against Germany im Jahre 1952, die zum so genannten Luxemburger Abkommen und damit zu Entschädigungszahlungen an Israel und die Claims Conference führten.
Seit ihren Anfängen strebt die Gesellschaft danach, das Wissen von jüdischer Geschichte und Kultur in breiten Kreisen der Bevölkerung zu mehren. Darüber hinaus setzt sie sich für die freie Entfaltung jüdischen Lebens und die Bewahrung der erhaltenen Zeugnisse jüdischer Geschichte in der Stadt Frankfurt am Main ein. Sie wendet sich gleichzeitig entschieden gegen jede Form der Diskriminierung von Einzelnen und Gruppen aus religiösen, ethnischen, politischen oder sozialen Gründen.
Gerade in Frankfurt am Main, wo Menschen verschiedenster Nationalitäten, Religionen und Kulturen leben, kann ein Zusammenleben nur auf der Basis von Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz gelingen. Daher ist es Ziel der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, nicht nur das gegenseitige Verständnis zu fördern, sondern auch den interreligiösen Dialog über die beiden Religionen hinaus voranzubringen und zur Gestaltung einer toleranten Gesellschaft beizutragen.
Die Arbeit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit umfasst viele Bereiche: Neben monatlichen Veranstaltungen zu einzelnen Themen, etwa Lesungen und Vorträge, werden jährlich Tagesausflüge und eine Mehrtagesfahrt angeboten. So führten Reisen in den letzten Jahren ins Baltikum, nach Polen , Tschechien und Italien.

Interessierte können sich an die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt am Main e.V. wenden:
Raiffeisenstr. 70, 60386 Frankfurt a. M., Tel.: 069 / 294931, Fax: 069 / 280816.
Die Mitgliedsbeiträge betragen zurzeit 40,- € für Paare, 30,- € für Einzelpersonen und 10,- € für Geringverdienende.