Gedenktafel für Zwangsarbeiter der Adlerwerke

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Gedenktafel für Zwangsarbeiter Adlerwerke

Ort
Adlerwerke, Kleyerstraße 17

Enthüllungsdatum
14.12.1994

Ausführung
Bronze, 120 x 60 cm, Gestaltung: Günter Maniewski



Text der Tafel
In Erinnerung an das KZ-Außenlager Frankfurt-Adlerwerke
Über 1.600 Häftlinge verschiedener Nationalität wurden zwischen
August 1944 und März 1945 unter SS-Bewachung im Werk I der Adlerwerke AG
gefangen gehalten. In der Endphase des „Totalen Krieges“ wurden sie
in der Rüstungsproduktion und bei Aufräumarbeiten eingesetzt. 528 starben in Frankfurt am Main an Hunger und Kälte, wurden hingerichtet und ermordet und starben infolge unzureichenden Schutzes bei einem Luftangriff am 8. Januar 1945. 245 wurden als „Arbeitsunfähige“selektiert. Sie starben im Konzentrationslager Dachau und im Sterbelager Vaihingen. Hunderte starben bei der Evakuierung des Lagers in die Konzentrationslager Bergen-Belsen und Buchenwald.
„Verantwortung aber gebietet, das Leiden der Opfer zu begreifen.“
Rafael Seligmann

Aufgrund von Doppelnennungen und falschen Schreibweisen der polnischen Namen wurde die ursprüngliche Zahl der in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzten polnischen Opfer des KZ-Außenlagers „Katzbach“ im Jahr 2005 von 528 auf 518 berichtigt.

Zusätzliche Stichwörter
Institutionen/Orte/Begriffe:  Adlerwerke, vorm. Heinrich Kleyer AG;  

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    Impressum © Stadt Frankfurt am Main. Text erstellt 2014, aktualisiert am: 17.11.2015