Vorwort
Im Zuge der Debatten der letzten Jahre um die Mitwirkung und Beteiligung großer Teile der deutschen Gesellschaft an der Durchsetzung der verbrecherischen Ziele des NS-Staates ist auch die lokale Geschichte der Jahre 1933–1945 wieder stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt.
Die Beschäftigung mit der eigenen Rolle in der damaligen Zeit hat nahezu alle Bereiche und Institutionen des öffentlichen und privaten Lebens in Frankfurt am Main erfasst. Aktuelle Forschungsergebnisse unterstreichen diese Tendenz. Vor diesem Hintergrund erscheint eine beständige Aktualisierung der geleisteten Arbeit zu diesem Themenkomplex geboten.
Nach einer Konzeptions- und Aufbauphase, die 1999 von dem stadtweit einberufenen Arbeitskreis „Topographie der NS-Zeit in Frankfurt am Main“ initiiert wurde, findet heute der Nutzer mit unserem Internetportal eine – bundsweit einmalige – offene und dynamische Recherchemöglichkeit zur NS-Zeit in Frankfurt am Main vor, die laufend durch neue Beiträge und Literaturhinweise auf den neuesten Stand der Forschung gebracht wird.
Auch der Kontakt zu den Nutzern ist uns wichtig. So ist ein direkter Kontakt zum Redaktionsteam jederzeit möglich. Anregungen und Kommentare nehmen wir gerne an. Damit können die Nutzer an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Portalstruktur, die Erweiterung der Inhalte und einer offensiven Präsentation der Frankfurter Stadtgeschichte teilhaben.
Unser Portal folgt einer strukturellen Gliederung des Betrachtungszusammenhangs NS-Zeit in Frankfurt am Main nach den Hauptthemengruppen:
Vor 1933, NS-System und Alltag, Terror und Verfolgung, Jüdisches Leben und Judenverfolgung, Widerstand, Wirtschaft und Arbeit, Krieg und Zerstörung, Nach 1945.
Die Entwicklung einer internetfähigen Gesamtdarstellung für eine große Benutzerbandbreite wird durch drei Zugangsebenen innerhalb des Portals bestimmt:
Damit entsteht schrittweise ein lokales Netzwerk für die Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 sowie der Vor- und Wirkungsgeschichte der NS-Zeit in Frankfurt am Main, das im Verbund von Institut für Stadtgeschichte (federführend), Historisches Museum, Jüdisches Museum und in Kontakt zu bestehenden lokalen Initiativen den Anforderungen an eine moderne und zukunftsorientierte Erinnerungs-, Gedenk- und politisch-historische Bildungsarbeit gerecht werden kann.
Wir setzen die sich ständig erneuernden Technologien gezielt ein. Das bietet uns weitere Möglichkeiten der umfassenden und nutzerorientierten Vermittlung von Inhalten und Datenpools. Dadurch hat der Nutzer, an welchem Punkt der Erde er auch sein mag, einen schnellen Zugriff auf die vorhandenen Wissenskompendien zum Themenkomplex „Topographie der NS-Zeit in Frankfurt am Main“.
Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft
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